Praktika

Hast du dich schon immer gefragt, was Politiker eigentlich beruflich machen? Wie sieht der Arbeitsalltag von einem Landespolitiker aus, wie funktionieren eigentlich politische Prozesse und wie vertreten Politiker und Politikerinnen die Interessen der Bürgerinnen und Bürger aus ihren Wahlkreisen?

Wenn du Interesse an solchen Fragestellungen hast und die politische Arbeit hautnah miterleben möchtest, dann bist du bei uns an der richtigen Adresse! Wenn du ein Praktikum bei mir und meinem Team absolvieren möchtest, dann bewirb dich unter: B[punkt]Kaffenberger[at]ltg[punkt]hessen[punkt]de.

Auch postalisch sind wir erreichbar unter:
Bijan Kaffenberger, MdL
SPD Darmstadt/Darmstadt-Dieburg
Wilhelminenstraße 7a
64283 Darmstadt

Bei offenen Fragen kannst du dich auch gerne an mein Wahlkreisbüro unter 06151-788550 oder das Landtagsbüro unter 0611-350665 wenden.


Um etwas über die Eindrücke aus solchen Praktika zu erfahren, findet ihr hier die Praktikumsberichte unserer bisherigen Praktikantinnen und Praktikanten.

Konstantin, Student, dreiwöchiges Praktikum

Während meines Praktikums wurde mir ein umfassender Einblick in die Arbeit eines Landtagsabgeordneten, aber vor allem hinter die Kulissen des politischen Alltags gewährt. Trotz einiger Einschränkungen durch das Coronavirus wurde mir vieles praxisnah gezeigt.

Meine Aufgaben waren sehr vielseitig: Einerseits habe ich Bijan auf verschiedene Außentermine begleiten dürfen, andererseits auch das Landtagsgeschäft sowie die Arbeit im Wahlkreisbüro kennengelernt. Bei der Begleitung Bijans habe ich viel Neues über aktuelle Themen auf kommunaler Ebene erfahren und ein detaillierteres Verständnis für die Komplexität selbst auf der niedrigsten politischen Ebene entwickelt. Den Großteil der Tage habe ich im Wahlkreisbüro in Darmstadt gearbeitet, als auch einzelne Tage aus dem Landtagsbüro in Wiesbaden. Dort konnte ich von Beginn an unterschiedliche Aufgaben selbst übernehmen wie z. B. inhaltliche Terminvorbereitungen oder Entwürfe von Pressemitteilungen.

Besonders gefallen hat mir das große entgegengebrachte Vertrauen. Es ermöglichte mir, mit entsprechender Einweisung und ausreichend Feedback, selbstständig zu arbeiten und eigene Vorschläge einzubringen. Die Arbeitsatmosphäre war immer sehr angenehm und zusätzlich zu meinen individuellen Aufgaben konnte ich nebenbei viel vor Ort mitnehmen. Ich wurde auf neue Quellen zur politischen Recherche aufmerksam gemacht sowie auf relevante Akteure und Interessengruppen des politischen Alltags.

Insgesamt hat mir das Praktikum sehr weitergeholfen, um Politik als mögliches Berufsfeld kennenzulernen. Ich könnte mir durchaus vorstellen in dem Bereich weiterhin aktiv zu bleiben und würde ein Praktikum als ersten Einblick sehr weiterempfehlen.


Janosch, Student, zehnwöchiges Praktikum

Einblicke in die Politik als Gegenmittel für Politikverdrossenheit

Im Rahmen meines Bachelorstudiums der Politikwissenschaft an der Goethe-Universität in Frankfurt muss ich ein zehnwöchiges Praktikum absolvieren. Im Nachhinein bin ich sehr froh darum, meine erste Bewerbung an das Büro von Bijan Kaffenberger geschickt zu haben und die schnelle Antwort mit einem Angebot für ein zehnwöchiges Praktikum direkt angenommen habe.

Ein direkter Bezug zum Wahlkreis

Das lag vor allem daran, dass der persönliche Bezug für dieses Praktikum auf jeden Fall gegeben war. Bijan hat Ende 2018 in dem Wahlkreis das Direktmandat gewonnen, in dem nicht nur er selbst, sondern auch ich aufgewachsen bin. Praktisch hieß das für mich, dass ich mit den meisten Themen, die im Wahlkreis aufkamen, bereits etwas anfangen konnte. Das machte für mich nicht nur die Einarbeitung einfacher, sondern ich konnte die Arbeit eines*einer Landtagsabgeordneten an Beispielen sehen, die ich selbst kenne.

Politikstudent – und trotzdem keine Ahnung

Trotz des Studiums der Politikwissenschaft und meinem langjährigen Interesse an Politik, konnte ich zunächst mit vielem nicht wirklich etwas anfangen. Nicht nur das Vokabular, sondern auch die Zusammenhänge, Abläufe und Regeln im parlamentarischen Alltag waren mir fast kein Begriff. Deshalb war es umso besser, dass es in Bijans Büro immer ein offenes Ohr für Fragen gab und ich als Praktikant in meinen Projekten, Ideen und Umsetzungen ernst genommen wurde. Generell empfand ich die Arbeitsatmosphäre im Büro als sehr angenehm. So ist es mir nach einigen Wochen Einarbeitung nicht schwergefallen, einen deutlich besseren Überblick und ein tieferes Verständnis zu bekommen, was die Tagespolitik im Landtag angeht. Das kam auch daher, dass ich bei vielen landtagsinternen Terminen wie Ausschüssen und Arbeitsgruppen mit dabei sein durfte.

„Die da oben“ sind auch nur Menschen

Vor allem zwei Erkenntnisse hat mir dieses tiefere Verständnis eingebracht. Erstens, dass die Abläufe im Parlament zwar auf den ersten Blick komplex wirken, schlussendlich aber in geregelten, eingespielten und verwaltungstechnisch logischen Bahnen ablaufen. Jene Abläufe und auch die ungeschriebenen Regeln einer politischen Kultur bleiben mit diesem Verständnis weiterhin spannend, aber sie sind alles andere als unverständlich und definitiv kein Hexenwerk.

Zweitens habe ich durch dieses Praktikum vermutlich das erste Mal richtig verstanden, was Demokratie ist und wie sie funktioniert. Nicht als Definition, Symbol oder Ideal – sondern schlichtweg als Praxis. Und ich habe das Gefühl, dass ich mit diesem Wissen die allermeisten Argumente von Politikverdrossenen und -skeptikern leicht entwaffnen könnte. Vielleicht könnte ich jene Menschen nicht von meinem Glauben an die Demokratie überzeugen. Doch ich könnte ihnen erläutern, dass Politik nicht so abläuft wie in ihrer Vorstellung. Parlament, Regierung und Opposition sind überlegt miteinander verwobene Entitäten, die jedoch dabei sinnvoll miteinander austariert sind.

Durch das Praktikum habe ich mir neue Fertigkeiten und Kenntnisse aneignen können, ja. Doch viel wichtiger ist die rückblickend natürlich nicht überraschende, aber dennoch beruhigende Erkenntnis, dass es mit der Politik und der Demokratie wie mit allen Dingen ist: Sobald man es besser kennenlernt, nimmt das Wissen über das Thema und das Bewusstsein für die Komplexität zu – und die Vorurteile nehmen ab.


Lina, Schülerin, zweiwöchiges Praktikum:

„Praktikum ist doch nur Zeitverschwendung. Ich weiß doch eh schon alles Wichtige und Kaffee kochen und kopieren muss ich nicht lernen.“ Mit dieser Einstellung gehen viele das Thema Praktikum an und ich muss mich leider zu dieser Gruppe hinzuzählen. Meine Meinung zu Praktika war immer sehr verhalten, da ich dachte es sei langweilig und somit als Erfahrung nicht brauchbar. Schon früh habe ich angefangen, mich für Politik zu interessieren und habe mittlerweile auch vor, ein Studium in diesem Bereich zu absolvieren. Meine Mutter und mein Großvater waren schon für die SPD kommunalpolitisch aktiv, weshalb mir gewisse Werte wie Solidarität und Toleranz von klein auf vermittelt wurden. Trotzdem war es mir immer freigestellt, mir selbst eine Meinung zu bilden. Das habe ich auch getan und mich dadurch langsam aber sicher von der SPD entfernt. Durch das Praktikum bei dem Landtagsabgeordneten Bijan Kaffenberger habe ich eine ganz neue Seite der Partei kennengelernt. Eine frische, selbstbewusste und aktuelle Seite, die wichtige Themen der Zukunft behandelt. Auch meine Haltung zu Praktika an sich hat sich verändert. Ich habe viel Interessantes miterleben dürfen. Unter anderem durfte ich Herrn Kaffenberger bei verschiedenen Terminen begleiten, wodurch ich einen Einblick in den Alltag eines Politikers bekommen habe und mir auch viele Politiker vorgestellt wurden. Ich habe außerdem mit dem Büro von Herrn Kaffenberger parlamentarische Initiativen mit bearbeitet und viele Eindrücke von dem Hessischen Landtag mitnehmen dürfen. Mein persönliches Highlight waren die Plenar- und Fraktionssitzungen, an denen ich teilnehmen konnte. Die Debatte über einen Mindestlohn für Auszubildende fand ich dabei am interessantesten, da es dazu so viele völlig verschiedene Meinungen gab. Spannend dabei fand ich, wie politische Ideen innerparteilich und auch zwischen den Parteien kontrovers diskutiert worden sind. Das hat mir gezeigt, dass Konflikte in einer Partei normal sind und viele andere Parteien noch mehr an der Jugend vorbeireden als die SPD. Das war das zweite Praktikum, was ich bis jetzt gemacht habe und besonders durch das gute Arbeitsklima im Büro war jeder Tag spannend und angenehm. Ich bin erst 17 Jahre alt und muss bestimmt noch viel für mein weiteres Leben lernen. Insgesamt sind meine Eindrücke des Praktikums sehr positiv und die Erfahrungen verbuche ich als wertvoll, wichtig und bereichernd.“