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eSports

eSports ist ein rasant wachsendes Hobby – doch an Rechtssicherheit in Bezug auf die Gemeinnützigkeit für Vereine fehlt es leider noch immer. Statt der steigenden gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Relevanz des Themas Rechnung zu tragen, wird dem eSports in Hessen nach wie vor Steine in den Weg gelegt.

Nach Aussage des hessischen Ministers für Inneres und Sport beim Turn- und Sportkongress 2018 in Darmstadt habe eSports jedoch „mit Sport nichts zu tun“ und den Begriff müsse man „ausradieren“.

Obwohl im eSports Höchstleistungen im koordinativen Bereich erzielt werden, werden immer noch kontraproduktive Diskussion darüber geführt, ob eSports echter Sport ist oder nicht.

Statt darüber zu diskutieren, müssen wir klären, was für uns Gemeinnützigkeit in Zeiten der Digitalisierung bedeutet und welchen Beitrag eSports und Gaming in organisierten Strukturen zu einem gesellschaftlichen Umgang mit dem Thema leisten kann. Dazu zählt beispielsweise der integrative Effekt vom gemeinsamen Spielen in Vereinen oder die Möglichkeit von Inklusion durch barrierefreien Wettbewerb. Darüber hinaus fördert eSports die Medienkompetenzbildung und erweitert die Reichweite von Jugendarbeit durch eine medienpädagogische Komponente. Die Verlagerung von Videospielen aus dem privaten Raum in die Vereinsebene lässt die Spielerinnen und Spieler außerdem soziale Normen und Teamfähigkeit erlernen.

Sowohl die TU Darmstadt als auch die Hochschule Darmstadt lehren und forschen zum Thema Games. Im Fachbereich Media soll am Mediencampus der HDA in Dieburg künftig neben Animation & Game und weiteren Angeboten auch ein eSports-Studiengang eingeführt werden. An der TU Darmstadt wird im Projekt Wissenschafts- und Technologietransfer (WTT) Serious Games interdisziplinär erforscht und ein eigenes Gütesiegel für Serious Games konzipiert.

Dass es ein großes Interesse für das Thema gibt, zeigte auch die Resonanz auf die Veranstaltung mit Lars Klingbeil und Dr. Jens Zimmermann im Oktober 2019 im Hub31 zur Zukunft des eSports und der Gaming-Branche. Nachdem der Bund jetzt Fördermittel bereitstellt, wird es Zeit, dass auch in Hessen endlich gehandelt wird.

Mein Ziel ist es, Hessen zum Spitzenstandort von eSports, Games-Entwicklung sowie -Forschung in Deutschland zu machen und die Gamescom an die Messe nach Frankfurt zu bringen.

Aber auch über die positiven Effekte von Messen hinaus ist die Games-Branche ein spannender Wirtschaftszweig. Viele namhafte Entwickler sitzen in Hessen. Die vielfältige Games- und eSports-Landschaft ist enorm wichtig und braucht endlich die notwendige Anerkennung und Förderung.


Umwelt und Klimaschutz

Aufgrund meines Tourette-Syndroms habe ich keinen Führerschein und fahre deshalb, seit ich denken kann mit Bus und Bahn. Das belastet die Umwelt weniger als motorisierter Individualverkehr und muss daher dringend ausgebaut werden. Ich möchte mich aber auch dafür einsetzen, dass der ÖPNV selbst noch klimafreundlicher wird. Dazu gehört beispielsweise der Bau einer schienengebundenen Verbindung nach Roßdorf, Gundernhausen und darüber hinaus die Elektrifizierung weiterer Zugstrecken. Dazu müssen jedoch auch auf Bundesebene gesetzliche Anpassungen vorgenommen werden. Dafür setze ich mich auch in Berlin ein. Und wenn ich dort hinreise, lege ich großen Wert darauf, die Bahn zu nehmen. Innerdeutsche Flüge sind für mich keine Option.

Als Mitglied der Energiekommission in Roßdorf habe ich mich für die Errichtung von Solaranlagen auf allen gemeindeeigenen Gebäuden und den Bau von Windenergieanlagen eingesetzt. Diese Erfahrungen aus meiner kommunalpolitischen Arbeit nehme ich auch mit in den Hessischen Landtag. Durch meine Mitgliedschaft bei der Roßdorfer Energie-Gemeinschaft (REG.eV) bin ich zudem immer informiert und erhalte regelmäßig Expertise in diesem Bereich.

Hessen ist eines der waldreichsten Bundesländer in Deutschland. Doch mehrere Dürresommer, der Klimawandel und die zu geringe Personalausstattung bei HessenForst stellen eine große Herausforderung für die Gesunderhaltung des hessischen Waldes dar. Zwei lokale Beispiele dafür sind der Westwald in Darmstadt und das Waldstück zwischen dem Darmstädter Kreuz und der Autobahnausfahrt Darmstadt-Eberstadt/Pfungstadt, die sich in schlechtem Zustand befinden. Die SPD-Fraktion im Hessischen Landtag und ich wollen uns dafür einsetzen, dass der Wald als CO₂-Speicher und Naherholungsgebiet in Hessen erhalten bleibt und auch zukünftige Generationen einen gesunden Wald vorfinden.

Da mir eine nachhaltige Landwirtschaft wichtig ist, habe ich im Kreistag für die Beteiligung des Landkreises Darmstadt-Dieburg an der „Ökolandbau Modellregion Süd“ geworben und bin selbst Mitglied bei der Solidarischen Landwirtschaft Darmstadt e. V.


Kultur

Seit April 2019 bin ich Mitglied im Verwaltungsausschuss beim Staatstheater Darmstadt. Für mich ist das eine perfekte Verbindung aus meiner persönlichen Freude am Theater und meinem Amt als Landtagsabgeordneter. Privat stehe ich selbst im Theaterstück „Chinchilla Arschloch, waswas“ vom Rimini Protokoll auf der Bühne. Das Stück wurde unter anderem in Frankfurt, München, Basel sowie Mainz aufgeführt und war zum Theatertreffen 2020 nach Berlin eingeladen.

Doch im Theater stehe ich nicht nur gerne auf der Bühne, sondern sitze auch gerne im Zuschauerraum und spreche über meine Eindrücke. Bei den Wiesbadener Theaterfreunden war ich beispielsweise zum Schauspielforum eingeladen, wo ich über die aktuelle Inszenierung von Dürrenmatts Stück „Romulus der Große“ am Staatstheater Wiesbaden diskutieren durfte.

Als eines von drei Staatstheatern in Hessen ist das Staatstheater Darmstadt eine echte Institution in der deutschen Theaterlandschaft – und das soll auch so bleiben.

Das Land muss daher das Staatstheater Darmstadt dabei unterstützen, das Controlling nachhaltig zu verbessern, um Abweichungen vom Wirtschaftsplan früher zu erkennen und eine erneute interne Haushaltssperre und die damit verbundene Unsicherheit für das gesamte Haus künftig zu vermeiden. Auch die Sanierung des kleinen Hauses muss zügig umgesetzt werden.

Leider gibt es nicht nur in Darmstadt große Investitionsbedarf, den die Landesregierung zu lange ignoriert hat. Ich möchte mich dafür einsetzen, dass auch die Staatstheater in Wiesbaden und Kasel saniert werden, damit sie unsere Kulturlandschaft weiterhin auf qualitativ hohem Niveau bereichern können.

Jedoch dürfen auch kleinere Theater, insbesondere im ländlichen Raum und die freie Szene nicht vergessen werden. Dass es hier noch viel zu tun gibt, wurde bei einer Anhörung der Kulturschaffenden aus Soziokultur und darstellender Kunst im Landtag deutlich.

Auch für andere kulturelle Institutionen unserer Region setze ich mich im Hessischen Landtag ein. So unter anderem für das Landesmuseum Darmstadt, welches 2020 sein 200-jähriges Jubiläum feiern konnte, die Akademie für Tonkunst (Kleine Anfrage I und Kleine Anfrage II) oder den Mundart-Preis Spirwes, der seit 2016 jährlich verliehen wird.

Um zu all diesen Themen im Austausch mit Expertinnen und Experten zu bleiben, bin ich Mitglied im Forum für Kunst und Kultur der Sozialdemokratie in Hessen e. V. und besuche regelmäßig verschiedenste kulturelle Einrichtungen.


Konsequent gegen Rechts

Wir müssen Rechtsradikalen überall entschieden entgegentreten. Leider gibt es auch im Landkreis Darmstadt-Dieburg und der Stadt Darmstadt immer wieder Aktivitäten von rechtsextremen Gruppierungen.

Auch aus diesem Grund bin ich Mitglied im Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, dem Bund aktiver Demokraten e. V. und bei Bunt ohne Braun, dem Bündnis gegen Rechts im Landkreis Darmstadt-Dieburg. Außerdem nehme ich regelmäßig am „Runden Tisch Rechtsextremismus“ der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag teil.

Nachdem der NSU-Untersuchungsausschuss im Hessischen Landtag beendet war, wurde dieser Runde Tisch gegründet, um gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern von zivilgesellschaftlichen Organisationen, Wissenschaft, Medien und Politik über die Schlussfolgerungen aus dem NSU-Untersuchungsausschuss zu diskutieren und Handlungsempfehlungen für die Zukunft zu entwerfen.

Denn das Vorliegen eines Abschlusseberichtes zum NSU darf nicht das Ende der Aufklärung und der Auseinandersetzung mit den Themen Rechtsextremismus, Rechtsradikalismus und Rechtsterrorismus bedeuten.

Spätestens seit dem Mord an Walter Lübcke wird deutlich, dass nach dem NSU nicht überall die richtigen Lehren gezogen wurden. Der Rechtsterrorismus ist nach wie vor die größte Bedrohung für unsere Demokratie; das gilt nach dem Anschlag in Hanau leider insbesondere in Hessen.


Wirtschaft und Finanzen

Durch mein Studium der Volkswirtschaftslehre und meiner Tätigkeit im Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft bringe ich Expertise zu wirtschafts- und finanzpolitischen Fragen mit und bringe diese im Landtag unter anderem im Unterausschuss für Finanzcontrolling und Verwaltungssteuerung (UFV) ein. Dort werden die Ausgaben der Landesregierung überwacht und deren sachgerechte Verwendung kontrolliert. Auch im Ausschuss für Digitales und Datenschutz (DDA) geht es regelmäßig um Fragestellungen mit Bezug zur Wirtschaft, beispielsweise bei der Förderung von Unternehmen bei der Digitalisierung oder innovativen Startups für Künstliche Intelligenz. Dort kontrollieren und beeinflussen wir ebenfalls die Arbeit und Wirtschaftsförderung der Landesregierung.